Ein weiterer Versuch, Fibona auf ein Bild zu bekommen Bei strahlendem Sonnenschein auf dem Schnee im Garten. Jedenfalls wunderschön. Wolle und Anleitung gibt es bei der Wollerey .
Die Farben stimmen immer noch nicht und zerknittert sieht sie auch aus. Da muss ich immer an eine ältere Dame im örtlichen Handarbeitsgeschäft denken, die mir mitteilte, dass man Lambswool-Pullover doch unbedingt vor dem Tragen ganz leicht bügeln müsste..... Fotografen für ein Bild an der Frau sind leider mal wieder nicht verfügbar. Der Gatte begutachtet sein bzw. unser Holz in irgendeinem Wald ziemlich weit weg von hier. Pubertist Nr. 1 übernachtet bei einer LAN-Party und Pubertist Nr. 2 träumt noch in seinem eigenen Bett. Mein Immunsystem hat sich ein paar Tage nach der Abgabe der Hausarbeit verabschiedet und ich habe die Erkältung des Gatten übernommen. Dem Wunsch meines Chefs bin ich auch nachgekommen und kuriere den Mist jetzt am WE aus. Das Schlimmste ich aber eigentlich schon vorbei. Trotzdem verziehe ich mich jetzt mit Tee vor den Ofen.
Etwas kapriziös ist Lady Fibona ja schon. Um es kurz zu machen, es gibt heute keine Fotos. Die paar, die ich gestern gemacht habe, entsprachen in der Farbe überhaupt nicht der Realität. Und das ist schade, denn die Farben sind nicht so knallig wie auf den bisherigen Fotos. Ich muss also weiter auf das WE vertrösten. Hoffentlich mit Sonne.
Liefern kann ich allerdings ein Foto vom Taizé-Scarf
Gestrickt aus ca. 200 g kuschelweicher Bamyak aus der Wollbox
Außerdem ist so zwischendurch der Twisted rib neckwarmer (kostenlose Anleitung gibt es über Ravelry) fertig geworden 150 Alpaca drops in einem grellen Petrol. Soll ein Geschenk für eine ehemalige Kollegin sein. Im Moment kratzt das Teil, aber noch so, dass ich es nicht verschenken mag. Mal sehen, was die Wama da noch richten kann.
Nachdem ich am Donnerstag meine Hausarbeit im Schneegestöber zur Post gebracht hatte, brauchte ich dringend eine Aufmunterung. Da mein Wolllager überquillt, habe ich kurzfristig den Blumenladen unsicher gemacht: 1 gelbe Primel, 1 apricotfarbene Topfrose und 1 Strauß Tulpen - obwohl ich eigentlich keine toten Blumen kaufe. Es war ein Notfall -sozusagen. Es ist schon erstaunlich, wieviel Zeit man in so eine läppische Hausarbeit mit 20 Seiten stecken kann. Nach einem entspannten Montag beim Stricktreffen habe ich dann Dienstag und Mittwoch bis kurz vor Mitternacht geschrieben und korrigiert. Die Müdigkeit weicht nur sehr langsam aus den Gliedern. Fibona und der Taizé-Schal sind fertig. Außerdem noch ein runder Schal aus Alpaka. Wenn ich aber schon mal Fotos machen will, dann ist erstens die Speicherkarte voll, zweitens die Batterie leer und drittens haben die Pubertisten den Batterievorrat geplündert. Morgen ist mal wieder Kurzarbeit angesagt und ich bin zuversichtlich, dass das mit den Fotos dann etwas wird. Die drei männlichen Wesen des Hauses schlafen: - der Gatte ist seeeehr krank und hat die ganze Nacht gerötzelt und geschnieft. Es ist eine schnöde Erkältung und er lehnt Nasendusche und Ferrum phosphoricum ab, also schnieft er lieber sich und mich voll - Pubertist Nr. 1 ist heute von einem Skikurs der Schule heimgekommen. Anruf um 4:10 wir sind in 1 Stunde da Prima! Als wir dann alle wieder im Bett lagen war es 6:00 - Pubertist Nr. 2 kam nach einer Party aus Hannover nicht mehr weg - sagt er - und ist erst vor einer Stunde heimgekommen. Zum Glück gibt es Handys, sonst hätte ich eine Vermisstenmeldung aufgegeben..... So, und jetzt nutze ich die Ruhe und lese mal etwas völlig Unwissenschaftliches
Nein, leider keine Strickinspiration. Ich muss in den nächsten 2,5 Wochen eine Hausarbeit über so einen psychologischen Konfliktkram schreiben. Nicht, dass es in meinem Berufsleben keine Konflikte gäbe, aber ich muss das Ganze sortieren, strukturieren und wissenschaftlich belegen. Aua. Aua im wahrsten Sinne des Wortes. Während Daisy am Samstag Norddeutschland lahmlegte, habe ich eine Klausur geschrieben. (jetzt sind es nur noch 5 ;o))) Danach habe ich mich auf den Weg in die Bibliothek gemacht und mich glatt vor der Pförtnerloge der Uni mit einem einfachen Rittberger auf die Hüfte geschmissen. Das Handgelenk habe ich schlauerweise zum Landen auf dem spiegelblanken Fußweg benutzt. Fühlte sich im ersten Moment schlimmer an als es dann war. Mit ein paar blauen Flecken am Handgelenk und einem dicken an der Hüfte bin ich noch mal davongekommen. Aber gestrickt wird hier auch noch. Derzeit stricke ich an dem walnussbraunen Professorenpullover. Das ist auch nicht unbedingt inspirationsfreundlich. Heute werde ich die Säume (ist das der Plural von Saum?) von Fibona umnähen. Sie ist nach dem Waschen kuschelweich geworden. Vielleicht küsst mich bei den vielen Farben ja die Muse....
Während Bella B*ock gestern betrunken orientierungslos durch den Krimi irrte, habe ich endlich meinen Mut zusammengenommen und den ersten Ärmel von Lady Fibona angenäht. Fibona passt, sitzt prima! Frau B*ock musste dann ohne mich weiter den Mörder suchen. Das Bett rief. Also habe ich heute gleich den 2. angenäht. Passt immer noch. Den Katerkuscheltest hat Lady Fibona auch bestanden. Von allzu heftigem Treten konnte ich Gary gerade noch abhalten. Jetzt muss ich nur noch zwölfunddrölfzig Fäden vernähen, dann nimmt Fibona ein Bad und schlussendlich gibt es ein Foto mit Inhalt. Bei meinem Tempo vermutlich so im März. Aber das Allerschönste ist, ich mag die Farben tragen. Einzeln sind die Farben wunderschön. Auch die Kombination ist gelungen. Ich war mir nur nicht sicher, ob ich einen so bunten Pullover auch anziehen würde. Ja, werde ich. Sogar der Gatte war begeistert ;o))