Entspannung
In den ersten Tages meines Urlaubs kreisten die Gedanken immer wieder um die Themen Umorganisation und neue Aufgabe. Tagsüber und auch nachts. Leider habe ich herausgefunden, dass bereits Anfang März feststand, dass ich diese zusätzliche Aufgabe übernehmen werde. Der halbe Flur wusste es - nur mit mir hat niemand gesprochen. Ein Klassiker, mal wieder, leider. Mittwoch hatte ich endlich einen Grad der Entspannung erreicht, den man als Urlaub bezeichnen konnte. Nach einem netten Stricktreffen in Hannover mit vorangegangenem Bummeln durch die EAG (ich finde dort nie etwas zum Anziehen, ist aber auch ganz gut so) am Montag, Fensterputzen am Dienstag, überlegte ich also am Mittwoch, was ich denn so anstellen könnte. Der innere Schweinehund hatte die Wahl zwischen: - Laufen - Muckibude - 52 Seiten Außenwirtschaftspolitik - Küchenschränke ausräumen und schrubben. Da klingelte unsere Nachbarin und Mieterin. Wer hier länger liest, weiß, dass wir 2005 das uralte Haus unserer Nachbarin gekauft haben, und es 2 Jahre lang mit viel Geld und Eigenleistung renoviert haben. Tja, ein Wasserschaden von der schlimmeren Sorte brachte ihr und unser Leben durcheinander. Im 1. Stock war ein Verbindungsschlauch zur Armatur undicht geworden und das Wasser ist fröhlich in die Holzdecke und schließlich in das EG geplätschert. Der frisch adoptierte Kater war leicht irritiert, weil ihm Decke und Putz auf den Kopf gebröselt waren..... Die Tage sind nun also angefüllt mit Telefonaten und Terminen mit Versicherungsagenten, Bezirksdirektionen, Schadensregulierern und Schadensmanagern von Trocknungsfirmen. Wobei der Aufwand für unsere Mieter viel schlimmer sein wird. Die gesamte Küche muss abgebaut werden, weil das Laminat - in der Fachsprache des Schadensmanagers - abgänging ist. Seufz. Soweit zum Thema Entspannung..... Zu allem Überfluss liegt Pubertist Nr. 1 mit Magen-, Darmvirus im Bett. Hmpf.
|